Es gibt Zeitarbeitsfirmen, die entstehen über Nacht – und genauso schnell wieder verschwinden.
Dazwischen: Ein paar Jahre günstige Angebote. Mitarbeiter ohne korrekte Sozialversicherung. Beiträge, die nicht abgeführt werden. Und dann – pünktlich bevor die Deutsche Rentenversicherung zur Betriebsprüfung erscheint – eine Insolvenz. Der Geschäftsführer ist unauffindbar, die GmbH aufgelöst.
Was bleibt: unbezahlte Beiträge, unversicherte Arbeitnehmer – und Entleiher, die plötzlich für Schulden haften, die ein anderer gemacht hat.
Das ist kein Einzelfall. Es ist ein Muster, das in der Zeitarbeitsbranche immer wiederkehrt – und das besonders in der Industrie zum Problem wird, weil hier die Qualifikationsanforderungen hoch und die Haftungsrisiken real sind.
Das Muster der schwarzen Schafe
Es läuft fast immer gleich ab:
Phase 1 – Gründung. Eine GmbH wird gegründet, die AÜ-Erlaubnis bei der Bundesagentur für Arbeit beantragt. Die Erlaubnis kommt – zunächst befristet auf ein Jahr. Das Unternehmen geht an den Markt.
Phase 2 – Wachstum durch Billigpreise. Die Angebote sind günstig – oft deutlich unter Marktpreis. Das ist möglich, weil Sozialversicherungsbeiträge minimiert, Tarifverträge nicht korrekt angewendet oder Mindestlohnregelungen umgangen werden. Entleiher freuen sich über den guten Preis. Niemand fragt nach den Dokumenten.
Phase 3 – Verschwinden. Nach ein bis drei Jahren – oft kurz bevor die Deutsche Rentenversicherung zur regulären Betriebsprüfung erscheint (alle vier Jahre) – kommt die Insolvenz. Die GmbH wird aufgelöst, der Geschäftsführer ist nicht mehr erreichbar. Eine neue GmbH erscheint kurz darauf am Markt, mit ähnlichem Namen, ähnlichem Angebot.
Phase 4 – Die Rechnung. Die Deutsche Rentenversicherung und die Berufsgenossenschaft fordern ihre Beiträge ein – beim Entleiher. Der hat bezahlt und gedacht, die Sache sei erledigt. Nun zahlt er ein zweites Mal.
Sieben Zeichen, an denen Sie schwarze Schafe erkennen
1. Nur befristete AÜ-Erlaubnis Eine befristete Erlaubnis ist kein Ausschlusskriterium – aber sie zeigt, dass das Unternehmen noch in der Bewährungsphase ist. Eine unbefristete Erlaubnis bedeutet: mindestens drei Jahre geprüfter, ordnungsgemäßer Betrieb unter Aufsicht der Bundesagentur für Arbeit.
2. Kein Mitglied in einem Arbeitgeberverband Seriöse Verleiher sind Mitglied im iGZ (Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen) oder im BAP (Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister). Die Verbandsmitgliedschaft verpflichtet zur Anwendung von Tarifverträgen und zur Einhaltung von Qualitätsstandards.
3. Dokumente auf Anfrage nicht sofort lieferbar Ein seriöser Verleiher hat seine Freistellungsbescheinigungen, die AÜ-Erlaubnis und den Handelsregisterauszug griffbereit. Wer auf eine einfache Anfrage hin ausweicht, verzögert oder erklärt, das sei gerade nicht verfügbar – hat etwas zu verbergen.
4. Ungewöhnlich günstige Preise Marktpreise für qualifiziertes Industriepersonal haben eine Untergrenze, die sich aus Mindestlohn, Tarifvertrag, Sozialversicherung und Berufsgenossenschaftsbeiträgen ergibt. Wer deutlich darunter anbietet, spart an genau diesen Positionen. Das klingt gut – ist aber das Risiko, das Sie als Entleiher tragen.
5. Kein nachweisbarer Branchenbezug Ein Verleiher, der gleichzeitig Industriemonteure, Lagerarbeiter, Reinigungskräfte und Bürohilfskräfte vermittelt, hat in der Regel keine echte Fachkompetenz für den Industrieeinsatz. Er kennt seine Mitarbeiter nicht – und kann ihre Qualifikationen nicht beurteilen.
6. Keine überprüfbaren Referenzen Eine Website mit Stockfotos und allgemeinen Beschreibungen ist kein Qualitätsnachweis. Fragen Sie nach konkreten Referenzen aus der Industrie – Branche, Einsatzort, Aufgabenfeld. Ein seriöser Verleiher hat diese Referenzen und nennt sie.
7. Firmensitz und Präsenz unklar Briefkastenunternehmen mit ausländischem Firmensitz, Unternehmensadressen ohne erkennbare Betriebsstätte oder ständig wechselnde Kontaktdaten sind Warnsignale.
Was einen wirklich seriösen Verleiher auszeichnet
Über die Abwesenheit von Warnsignalen hinaus gibt es positive Merkmale, die einen verlässlichen Verleiher von einem Anbieter unterscheiden, der einfach keine Warnsignale zeigt:
Eigene fachliche Kompetenz im Einsatzfeld. Ein Verleiher, der selbst im gleichen Bereich produziert oder baut, versteht, was seine Mitarbeiter auf der Baustelle erwartet. Er kennt die Normen, die Sicherheitsanforderungen, die Werkzeuge. Er kann beurteilen, ob jemand für einen Einsatz geeignet ist – nicht nur, ob der Lebenslauf passt.
Mitarbeiter, die man persönlich kennt. Der Unterschied zwischen einem Pool von tausend anonymen Kandidaten und einem Team von siebzig Menschen, die man täglich arbeiten sieht, ist enorm. Der eine schickt, wen gerade verfügbar ist. Der andere schickt, wen er kennt.
Langfristige Marktpräsenz mit nachweisbaren Spuren. Ein Verleiher, der seit Jahrzehnten am Markt ist, hat Kunden, Referenzen und eine Geschichte, die sich überprüfen lässt. Das ist keine Selbstverständlichkeit in einer Branche, in der viele Unternehmen kürzer existieren als ein Hund lebt.
Warum Kraps GmbH das Gegenteil von einem schwarzen Schaf ist
Wir sagen das nicht aus Bescheidenheit – sondern weil es prüfbare Fakten sind.
Seit 1967 am Markt – nicht als Zeitarbeitsfirma, sondern als produzierender Anlagenbauer. Wärmetauscher, Druckbehälter, Economizer. In unserer Fertigung in Voerde am Niederrhein arbeiten täglich Schlosser, Schweißer und Anlagenmechaniker an echten Industrieprojekten.
Unbefristete AÜ-Erlaubnis seit 1983. Das bedeutet: Wir unterliegen seit über 40 Jahren der regelmäßigen Prüfung durch die Bundesagentur für Arbeit – und haben diese Prüfungen immer bestanden.
Kein reiner Personaldienstleister. Wir sind ein Mischbetrieb. Wer bei uns in der AÜ tätig ist, hat in der Regel vorher oder parallel in unserer eigenen Fertigung gearbeitet. Wir kennen ihn. Wir kennen seine Schweißzertifikate, seine Arbeitssicherheitsunterweisungen, sein SCC-Zertifikat – nicht weil wir es in einer Akte haben, sondern weil wir dabei waren.
Alle Dokumente sofort lieferbar. Freistellungsbescheinigungen, AÜ-Erlaubnis, Handelsregisterauszug, Haftpflichtversicherungsnachweis – wenn Sie uns heute fragen, haben Sie die Unterlagen heute. Keine Ausreden, keine Verzögerungen.
Rund 70 eigene Fachkräfte, über 120.000 Arbeitsstunden im Jahr. Das sind keine Zahlen aus einem Datenbank-Pool. Das sind Menschen, mit denen wir täglich zusammenarbeiten.
Die einfache Entscheidungsregel
Wenn Sie einen Verleiher für Ihren Industriebetrieb, Ihre Baustelle oder Ihre Revision suchen – stellen Sie drei Fragen:
1. Haben Sie eine unbefristete AÜ-Erlaubnis?
2. Können Sie mir die Freistellungsbescheinigungen sofort zeigen?
3. Wie lange sind Sie schon am Markt – und was haben Sie gebaut oder gemacht?
Die Antworten auf diese drei Fragen sagen mehr als jede Webseite.
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Sie suchen qualifiziertes Fachpersonal für Ihre Industriebaustelle, Revision oder Fertigung – und wollen sicher gehen, dass der Verleiher alle rechtlichen Anforderungen erfüllt?
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